Die staatliche Unterstützung für Elektroautos ist wieder da. Die Bundesregierung hat eine neue E‑Auto-Prämie für 2026 eingeführt, um Privatpersonen beim Kauf oder Leasing eines neuen Elektrofahrzeugs zu unterstützen. Die Höhe der Förderung ist diesmal, im Gegensatz zur früheren Umweltprämie, vom Einkommen und der Kinderzahl im Haushalt abhängig.
Je nach persönlicher Situation sind für ein reines Elektroauto zwischen 3.000 und 6.000 Euro Förderung möglich. Auch bestimmte Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender werden berücksichtigt.
Wer bekommt die neue E-Auto-Prämie?
Die Förderung zielt auf Privatpersonen ab, die ein förderfähiges Neufahrzeug erwerben oder leasen möchten. Ein wichtiger Faktor ist das zu versteuernde Einkommen des Haushaltsjahres.
Die grundsätzliche Einkommensgrenze beträgt 80.000 Euro. Diese Grenze erhöht sich um jeweils 5.000 Euro für bis zu zwei Kinder unter 18 Jahren. Das zu versteuernde Einkommen aus dem Haushalt kann bei zwei oder mehr Kindern bis zu 90.000 Euro betragen.
In der Regel wird für die Berechnung des Einkommens der Durchschnitt der zwei zuletzt verfügbaren Einkommensteuerbescheide herangezogen.
Wie hoch ist die E-Auto-Förderung 2026?
Für ein reines batterieelektrisches Fahrzeug beträgt die Basisförderung 3.000 Euro. Hinzu kommen mögliche Zuschläge:
- 500 Euro pro Kind, wobei maximal zwei Kinder berücksichtigt werden
- 1.000 Euro zusätzlich bei einem zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommen unter 60.000 Euro
- insgesamt 2.000 Euro Einkommenszuschlag bei einem Haushaltseinkommen unter 45.000 Euro
Damit sind beim Kauf eines reinen Elektroautos maximal 6.000 Euro Förderung möglich.
Ein Haushalt mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von höchstens 45.000 Euro und mindestens zwei berücksichtigungsfähigen Kindern erhält beispielsweise die volle Förderung von 6.000 Euro. Ohne Kinder beträgt die maximale Förderung bei diesem Einkommen 5.000 Euro.
Auch Plug-in-Hybride werden gefördert
Die neue Förderung beschränkt sich nicht ausschließlich auf reine Elektroautos. Bestimmte Plug-in-Hybride und Elektrofahrzeuge mit Range Extender können ebenfalls gefördert werden.
Hier liegt die Basisförderung allerdings nur bei 1.500 Euro. Durch Kinder- und Einkommenszuschläge kann die Förderung auf maximal 4.500 Euro steigen.
Für Plug-in-Hybride und Range-Extender gelten zusätzliche technische Voraussetzungen. Bis zum 30. Juni 2027 müssen die Fahrzeuge entweder höchstens 60 Gramm CO₂ pro Kilometer ausstoßen oder eine rein elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern erreichen.
Welche Fahrzeuge sind förderfähig?
Gefördert werden erstmals in Deutschland zugelassene Neufahrzeuge der Fahrzeugklasse M1. Dazu gehören insbesondere:
reine batterieelektrische Pkw, bestimmte Plug-in-Hybride, Elektroautos mit Range Extender sowie Brennstoffzellenfahrzeuge.
Die Fördersätze für Brennstoffzellenfahrzeuge sind identisch mit denen für rein batterieelektrische Fahrzeuge. Die Förderung ist sowohl beim Erwerb als auch beim Leasing eines Neuwagens anwendbar. Gebrauchtwagen sind hingegen nicht Teil des aktuellen Förderprogramms.
Förderung gilt rückwirkend ab Januar 2026
Ein wichtiger Punkt für Autokäufer: Das Förderprogramm gilt nicht erst seit der Öffnung des Antragsportals.
Förderfähig sind Fahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 neu zugelassen wurden. Die Anträge können seit dem 19. Mai 2026 gestellt werden. Wer bereits Anfang 2026 ein entsprechendes Fahrzeug gekauft und zugelassen hat, kann daher ebenfalls noch von der Förderung profitieren.
Wie wird die E-Auto-Prämie beantragt?
Die Antragstellung erfolgt digital über die Förderzentrale Deutschland. Zuständig für die Bearbeitung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Für den Antrag wird unter anderem eine BundID benötigt. Zur Feststellung des Haushaltseinkommens müssen in der Regel die beiden maßgeblichen Einkommensteuerbescheide eingereicht werden. Nach Prüfung der Unterlagen und Bewilligung wird der Zuschuss ausgezahlt.
Drei Milliarden Euro stehen für die Förderung bereit
Für das neue Förderprogramm stellt die Bundesregierung insgesamt drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Das Programm ist für den Zeitraum von 2026 bis 2029 ausgelegt.
Nach Angaben der Bundesregierung sollen die Mittel voraussichtlich für rund 800.000 Fahrzeuge ausreichen.
Was unterscheidet die neue Prämie vom früheren Umweltbonus?
Der entscheidende Unterschied besteht in der sozialen Staffelung. Beim früheren Umweltbonus war das Einkommen des Käufers praktisch irrelevant. Die neue Förderung für Elektroautos zielt darauf ab, Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen gezielt zu unterstützen.
Die Höhe der Förderung variiert somit je nach Käufer. Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von maximal 45.000 Euro und Familien mit Kindern profitieren besonders von den erhöhten Zuschüssen.
Die Einkommensgrenze hat jedoch zur Folge, dass Haushalte mit höheren Einkommen keine Förderung erhalten.
Lohnt sich der Kauf eines Elektroautos durch die neue Förderung?
Mit der neuen E-Auto-Prämie kann der Preisunterschied zwischen einem Elektrofahrzeug und einem vergleichbaren Verbrenner erheblich verringert werden. Bei Elektrofahrzeugen, die zu niedrigeren Preisen angeboten werden, stellt ein Zuschuss in Höhe von 3.000 bis 6.000 Euro vor allem einen erheblichen Teil des Kaufpreises dar.
Dennoch sollte die staatliche Förderung nicht das einzige Kriterium für die Kaufentscheidung sein. Interessierte sollten neben dem Preis des Fahrzeugs auch die Reichweite, Lademöglichkeiten, Stromkosten, Versicherung und den voraussichtlichen Wertverlust in Betracht ziehen.
Für Autofahrer, die regelmäßig zu Hause oder am Job günstige Lademöglichkeiten haben, kann ein Elektroauto besonders interessant sein.
Fazit: Die E-Auto-Prämie ist zurück – aber anders als früher
Im Jahr 2026 wird es mit der neuen E-Auto-Förderung wieder einen direkten staatlichen Zuschuss für den Kauf eines Elektroautos geben. Die Förderung ist dieses Mal stärker auf das Einkommen und die Größe der Familie abgestimmt.
Bei reinen Elektroautos können die Beträge 3.000 Euro mindestens und 6.000 Euro höchstens betragen. Einige Plug-in-Hybride und Range-Extender werden mit bis zu 4.500 Euro gefördert.
Wer bereits mit dem Gedanken spielt, ein neues Elektroauto zu kaufen, sollte vor der Bestellung oder Zulassung genau abklären, welche Förderhöhe für seinen Haushalt in Frage kommt. Insbesondere für Familien mit Kindern und Personen mit geringerem Einkommen kann die neue Prämie den realen Kaufpreis erheblich verringern.
Ihr Team von Autos mit Herz